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Hi!
Hier schreibe ich ein paar Weihnachtsgedichte auf, die ich in der Schule auswendig lernen musste.


Advent
(von Rainer Maria Rilke)

Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt,
und manche Tanne ahnt, wie balde
sie fromm und heilig wird,
und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
streckt sie die Zweige hin- breit
und wehrt dem Wind und wächst entgegen
der einen Nacht der Herrlichkeit.


Advent
(on Rudolf Otto Wiemer)

Holt den Sohn von Bahnhof ab.
Er kommt.
Man weiß nicht genau, mit welchem Zug,
aber die Ankunft
ist gemeldet.
Es wäre gut, wenn jemand
dort auf und ab ginge.
Sont verpassen wir ihn.
Denn er kommt
gewiss.


Im Winter
(von Nina Immenroth)

Im Winter, da fällt Schnee,
so weiß,
der zugefrorene See,
bedeckt mit Eis.

Im Winter wollen wir nicht frieren,
wir wollen rodeln,
nicht verlieren,
darum dürfen wir nicht trodeln.

Im Winter brauchen wir den Schlitten,
denn alles hier ist zugefroren,
den ganzen Winter wird er geritten,
ganz egal sind kalte Ohren.


Weihnachtsabend
(von Theodor Storm)
1852

Die fremde Stadt durchschritt ich sorgenvoll,
Der Kinder denkend, die ich ließ zuhaus.
Weihnachten war's; durch alle Gassen scholl
Der Kinderjubel und des Markts Gebraus.

Und wie der Menschenstrom mich fortgespült,
Drang mirein heiser' Stimmlein in das Ohr:
"Kauft, lieber Herr!" Ein mageres Händlein hielt
Feilbietend mir ein ärmlich' Spiezeug vor

Ich schrak empor; und beim Laternenschein
Sah ich ein bleiches Kinderangesicht;
Wes Alters und Geschlechts es mochte sein,
Erkannt' ich im vorübertreiben nicht.

Nur von dem Treppenstein, darauf es saß,
Noch immer hört' ich, mühsam, wie es schien:
"Kauft, lieber Herr!" den Ruf ohn' Unterlass;
Doch hat wohl keiner ihm Gehör verliehn.

Und ich? War's Ungeschick. war es die Scham,
Am Weg zu handeln mit dem Bettelkind?
Eh' meine Hand zu meiner Börse kam,
Verscholl das Stimmlein hinter mir im Wind.

Doch al ich endlich war mit mir allein,
Erfasste mich die Angst im Herzen so,
Als säß' mein eigen Kind auf jenem Stein,
Und schrie' nach Brot, indessen ich entfloh.

Weihnachten
(von Joseph von Eichendorff)

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erläuchtet jedes Haus,
Sinnend geh' ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenster haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein steh'n und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wand're aus den Mauern,
Bis hinaus ins freie Feld,
Hehres Glänzen, heil'ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees Einsamkeit
Steigt's wie wunderbares Singen-
O du gnadenreiche Zeit!




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